Leben und Werk
Über Dr. Edwin K. Yager
Persönlicher Werdegang, berufliches Selbstverständnis, therapeutische Arbeit, Grundsätze der Schweigepflicht und Qualifikationen, übernommen von der ursprünglichen Seite „About“.
Persönlicher Werdegang
Ich begann mein Berufsleben als Ingenieur. Mit der Zeit wechselte ich ins Management und stellte zu meiner Überraschung fest, dass mich das Management mehr erfüllte als die Ingenieurarbeit. Der Umgang mit Menschen und ihren Persönlichkeiten ist ein faszinierender Vorgang.
In dieser Zeit begann ich, mich mit der klinischen Anwendung der Hypnose zu befassen – und sie dann auch zu lehren. Das führte dazu, dass ich die Studienabschlüsse anstrebte, die ich brauchte, um in einen helfenden Beruf zu wechseln. Dieser Berufswechsel beruhte zu einem großen Teil auf meiner Überzeugung, dass die Hypnose versprach, ein wirksames Mittel zur Lösung vieler menschlicher Probleme zu sein. Dieses Versprechen hat sich in einem Maß erfüllt, das ich mir damals nicht vorstellen konnte. Das Thema ist zu meiner Leidenschaft geworden.
Meine Rolle als Psychotherapeut
Meine erste Aufgabe, wenn ich Menschen helfe, besteht darin, sie vom ersten der drei Punkte zu überzeugen, nämlich dass Veränderung möglich ist, und ihnen dann das „Wie“ beizubringen. Wenn jedoch keine Motivation vorhanden ist – nicht bloß ein Wunsch, sondern Motivation –, sich in der gewünschten Weise zu verändern, werde ich ihnen wahrscheinlich nicht helfen können. Zwar kann ein Berater oder Therapeut die Entwicklung von Motivation unterstützen, indem er die Person anleitet, Folgen und Werte abzuwägen; doch diese Möglichkeit ist begrenzt. Echte Motivation entsteht aus der Konditionierung durch die Erfahrungen des Lebens.
Menschen beizubringen, „wie“ sie sich verändern können, ist im Grunde ein Bildungsprozess. Ein Prozess, der etwas Theorie und Lebenstatsachen vermittelt, die sie eigentlich schon kennen, gefolgt von angeleiteter Erfahrung, um die Wurzeln des Problems/der Einschränkung/des Verhaltens/der Überzeugung aufzudecken und zu erkennen; diese Information dann aus der Sicht des heutigen, reiferen Wissens und Urteilsvermögens sachlich zu bewerten; und schließlich die gewonnene Schlussfolgerung zu integrieren, also die gewünschte Veränderung in das unbewusste Denken und Verhalten einzuprogrammieren.
Meine Art, anderen zu helfen, beruht auf meinem Verständnis davon, wie wir als Menschen funktionieren. Ich bin zweifelsfrei davon überzeugt, dass der menschliche Geist Krankheit heilen und ebenso Krankheit verursachen kann, und das gilt für psychische wie für körperliche Erkrankungen. Richtig eingesetzt kann Hypnose ein wirkungsvolles Werkzeug sein, um geistige Vorgänge so zu beeinflussen, dass sie die Heilung fördern. Mehr noch: So wie ich die Phänomene verstehe, ist Hypnose das Vehikel, durch das die Krankheit wahrscheinlich in das Leben des Patienten gelangt ist, vermutlich ohne bewusstes Gewahrsein. Nach meinem Verständnis dieses Phänomens namens Hypnose treten wir alle im Laufe des Lebens viele tausend Male spontan in Trancezustände ein, ohne bewusst zu bemerken, dass dies geschieht. Ein Beispiel: Ein Kind, das sich an einem dunklen Ort ängstigt, lernt ganz folgerichtig, Angst und Dunkelheit miteinander zu verknüpfen, und fürchtet sich fortan im Dunkeln – eine Folge, die später als Phobie diagnostiziert würde. Dass wir Hypnose einsetzen können, um den Einfluss umzukehren, der das heutige Problem verursacht, sollte nicht überraschen.
Meine Rolle als Lebensberater
So wie die Konditionierung des Lebens zu einer psychischen Erkrankung führen kann, kann sie auch zu einer Einschränkung unserer Fähigkeit führen, etwas zu tun – einer Einschränkung, die nicht in der Wirklichkeit begründet ist, sondern vielleicht in der geäußerten, falschen Meinung eines anderen Menschen oder in einer Fehldeutung wahrgenommener Informationen. Beispiele für diese Art von Konditionierung gibt es zuhauf, darunter schulische Probleme, Beziehungsprobleme, Leistungsgrenzen, Überreaktionen sowie Über- und Unterempfindlichkeit. Solche Einflüsse aus der Vergangenheit können Glück verhindern, berufliche Leistung und berufliches Vorankommen begrenzen oder Beziehungen zu anderen beeinträchtigen.
Mein oben beschriebenes Verständnis davon, wie wir zu dem geworden sind, was wir sind, öffnet die Tür dazu, wie wir verändern können, was uns an uns selbst nicht gefällt. Das kann bedeuten, zu lernen, falsche Selbstbeschränkungen zu erkennen und beiseitezulegen, oder zu lernen, wie wir unser Auftreten gegenüber anderen oder unsere Stellung in der Welt verbessern können.
In den Händen eines kompetenten Klinikers ist Hypnose einfach ein Werkzeug – ein Werkzeug, das wirksam und effizient eingesetzt werden kann, um gewünschte Veränderungen zu erreichen.
Qualifikationen
- Ich bin in Kalifornien als Psychologe zugelassen (Zulassungsnr. PSY14466). Diese Zulassung berechtigt mich nicht, Medikamente zu verschreiben.
- Nach einer Laufbahn in der Elektrotechnik habe ich über dreißig Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Psychotherapie gesammelt.
- Ich habe mich auf die Behandlung mit suggestiver und analytischer Hypnose sowie mit Subliminal-Therapie spezialisiert, um eine große Vielfalt vorgebrachter Probleme zu lösen.
Akademische Abschlüsse
- Ph.D. in Beratungspsychologie (Counseling Psychology) der Professional School of Psychological Studies, San Diego.
- M.A. in Beratung (Counseling) der United States International University, San Diego.
- M.T.E. in technischer Bildung (Technical Education) der National University, San Diego.
Ämter und Mitgliedschaften
- Clinical Professor, Abteilung für Psychiatrie, UCSD School of Medicine.
- Ehemaliger Präsident (1987), derzeit Vorstandsmitglied und Fellow der San Diego Society of Clinical Hypnosis, einer Zweigorganisation der American Society of Clinical Hypnosis.
- Mitglied und anerkannter Konsiliarius für Hypnose (Approved Consultant in Hypnosis), American Society of Clinical Hypnosis.
- Assoziiertes Mitglied, American Psychological Association.
- Mitglied, San Diego Psychological Association.
Heute bin ich Direktor des Subliminal Therapy Institute, praktizierender Psychologe und Autor. Ich bin Clinical Professor an der Abteilung für Psychiatrie der UCSD School of Medicine, und mein Lehrbuch Foundations of Clinical Hypnosis: From Theory to Practice genießt in der Fachwelt hohes Ansehen.
Berufliches Selbstverständnis
Würde mich ein Kollege fragen: „Was ist Ihre fachliche Ausrichtung?“, so würde ich antworten, sie sei im Wesentlichen psychodynamisch, ergänzt durch kognitiv-verhaltenstherapeutisches und eklektisches Denken. Mit dieser Antwort würde ich allerdings einen klaren Gedankengang in die fachliche Schablone zwängen.
Ohne Fachjargon ausgedrückt, ist der Kern meines Verständnisses der menschlichen Erfahrung – und die Grundlage meiner Art, Menschen zu helfen –, dass wir konditionierte Wesen sind. Wir werden durch unsere Lebenserfahrungen konditioniert, in denen wir lernen, was richtig und was falsch, was gut und was schlecht ist. Wir lernen Fähigkeiten, und wir lernen Grenzen. Wir lernen, „dies“ zu glauben und „das“ nicht zu glauben. Wir sind Produkte der Konditionierung des Lebens, und wir können nicht ändern, wer wir sind, nur indem wir es wollen. Alle Eigenschaften und Grenzen, die wir angenommen haben, gehören zu uns – solange, bis wir einen Weg finden, diese Konditionierung zu verändern.
Ein Segen dieses Lebens ist, dass wir unter den richtigen Bedingungen diese Konditionierung und damit ihre Folgen verändern können. Die richtigen Bedingungen setzen voraus: 1) Wir wissen, dass Veränderung möglich ist, 2) wir wissen, wie wir uns verändern können, und 3) wir sind motiviert, es zu tun. Solange nicht alle drei vorhanden sind, haben wir meiner Überzeugung nach überhaupt keine Wahl, und selbst wenn alle drei vorhanden sind, gibt es eine Wahl nur für die Zukunft, nicht für diesen Augenblick.
Schweigepflicht
Als in Kalifornien zugelassener Psychologe bin ich an verschiedene Richtlinien und Vorschriften gebunden, die sowohl die Anforderungen als auch die Grenzen der Schweigepflicht festlegen.
Abgesehen von den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzen sind alle Informationen über unsere gemeinsame Arbeit vertraulich, einschließlich der Tatsache, dass wir zusammenarbeiten. Das Gesetz legt jedoch bestimmte Grenzen fest, und zwar folgende:
Ich bin gesetzlich verpflichtet, die Schweigepflicht zu brechen, wenn ...
- Kenntnis oder begründeter Verdacht besteht, dass Kindesmissbrauch oder Vernachlässigung vorgekommen ist und das Opfer derzeit unter 18 Jahre alt ist.
- Kenntnis von körperlicher Misshandlung eines älteren Menschen besteht.
- Sie einer bestimmten Person mit Gewalt drohen.
- ein Gericht es anordnet.
Ich bin berechtigt, die Schweigepflicht zu brechen, wenn ...
- Sie mit Suizid drohen.
- Sie für sich selbst oder andere gefährlich sind oder nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen.
- Sie das Eigentum eines anderen bedrohen.
- Kenntnis besteht, dass einem älteren Menschen seelisches Leid zugefügt wird, er finanziell ausgenutzt, vernachlässigt oder im Stich gelassen wird.